Sehenswertes

Bei Stromkilometer 1907 liegt das Gemeindegebiet Mannsdorf/Donau. Der Altarm erzeugt mit der Donau einen unverkennbaren "Haufen". Diese Landzunge bewirkt ein idyllisches unverkennbares Aussehen mit großer Beliebtheit für Naturliebhaber.
Das Aussehen der Donauauen wurde von jeher von den Überschwemmungen der Donau bestimmt.
Immer schon war die Wasserführung der Donau sehr unausgeglichen. Die verschiedenen Wasserstände (Niedrigwasser, Mittelwasser, Hochwasser) wechselten einander ab. Während jedoch die Unterschreitung des normalen Wasserstandes ungefährlich ist und nur die Schifffahrt behindert, sind seit jeher extrem hohe Wasserstände für die Uferlandschaft und ihre Bewohner höchst problematisch..

Der Flußlauf der Donau änderte sich durch die starken Überschwemmungen immer wieder.
Die Überschwemmungen bedrohen schon jahrtausendelang unsere Heimat. Die Hochwasserstände werden hauptsächlich durch langanhaltende Regenfälle oder die Schneeschmelze im Frühjahr verursacht. Wegen des geringen Gefälles und der starken Verästelungen des Donaulaufes im Wiener Becken konnte das Wasser nicht schnell genug abfließen.

Fürchterliche Hochwasserkatastrophen waren die Folge. Besonders die Hochwässer im Frühjahr und im Sommer brachten die höchsten Fluten. Sie waren durch starke und ausdauernde Regenfälle im Einzugsgebiet des Stromes bedingt. Äußerst gefährlich wurden sie, wenn die Regenfelder aus dem Quellgebiet der Stromrichtung folgten oder wenn im Frühling noch das Schmelzwasser der Gebirgszonen dazu kam (=Schwellhochwasser).

Das Eishochwasser der Donau war noch mehr gefürchtet. Es trat dann ein, wenn es bei der Stromenge bei Hainburg oder in Oberungarn zu Stauungen der treibenden Eisschollen kam und wenn die ständige Treibeiszufuhr den Eisstoß stromaufwärts wachsen ließ (nach langjährigen Beobachtungen tritt dieses Ereignis immer dann ein, wenn die Kältegrade an aufeinanderfolgenden Tagen die Summe 110 erreichen). Kam es dann infolge Tauwetters oder starker Regenfälle oberhalb des Eisstoßes zu einem Anschwellen des Flusses, konnte das verstopfte Flußbett nicht abfließen und bewirkte eine Überflutung des oberhalb gelegenen Ufergebietes (= Stauhochwasser).

Wurde dann der Druck des aufgestauten Wassers auf die Eisbarriere zu groß, erfolgte ein gewaltiger Durchbruch, der neben einer mehrere Meter hohen Flutwelle auch noch riesige Eisblöcke vor sich her schob und das unterhalb gelegene Land verwüstete. Solche großen Überschwemmungen überfluteten nicht nur in kürzester Zeit das stromabwärts gelegene Gebiet, sondern waren darüber hinaus imstande, Häuser oder sogar ganze Dörfer zu zertrümmern. Hochwasser dieser schrecklichen Art suchten Wien und die Umgebung wiederholt heim.

Immer wieder kam es zu grauenhaften Katastrophen, die nicht nur zahlreichen Menschen das Leben kosteten, sondern auch Herden, Ernten und Vorräte vernichteten, das fruchtbare Ackerland verwüsteten und in der Folge zu Hungersnöten und Armut führten.
Während die Stadt Wien am rechten Ufer wenigstens teilweise durch ihre natürlichen Terrassen geschützt war, waren die Ortschaften des tiefer liegenden Marchfeldes immer wieder verheerenden Überschwemmungen ausgesetzt.

Manche blühenden Dörfer wurden, immer wieder vom unberechenbaren Strom bedroht, von ihren Bewohnern aufgegeben und verlassen, nach einer Überschwemmung nicht mehr aufgebaut oder von den unbarmherzigen Fluten fortgespült und zum Verschwinden gebracht.

Erst durch die Donauregulierung und die Errichtung des Marchfeldschutzdammes wurden die tieferliegenden Dörfer im Marchfeld vor den Überschwemmungen geschützt.




 
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